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Wie wir ein ganz tolles Team wurden
Im August 2002
fing für unsere Mannschaft alles so richtig an.
Vorher hatten einige schon in der Spielgruppe des
NTSV getobt. Jetzt hatten wir, fünf und sechs Jahre
alt, unser erstes Punktspiel. G-Jugend, jüngerer
Jahrgang. Beim SV Lurup auf dem Hartplatz. Da
wussten wir gleich, wie es läuft. Der schöne Rasen
nebenan war abgeschlossen und wir kämpften auf roter
Erde. Aber wir gingen als Sieger vom Platz (4:1).
Ein Spieler aus unserem damaligen Team ist heute
noch dabei: Unser Verteidiger Niklas Bartsch.
Im Juni 2003
hielten wir nach einem Turnier auf dem Grantplatz in
Niendorf unseren ersten großen Pott in den Händen.
Bei der Siegerehrung haben die Gegner alle mächtig
gestaunt. Wir haben den Pokal mit Gummibärchen
gefüllt. Unser süßester Triumph.
Früh haben wir
gemerkt, dass es viel spannender ist, wenn man nicht
nur in Hamburg spielt. Im Mai 2004 ging es das erste
Mal auf große Fahrt. Zum 30. Internationalen
Jugendturnier des Heidmühler FC (in der Nähe von
Jever). Mit zwei älteren Mannschaften des Niendorfer
TSV fuhren wir im Bus Richtung Nordsee. Alles war
total spannend. Untergebracht waren wir in einer
Turnhalle auf einem Bundeswehr-Fliegerhorst.
Geschlafen haben wir fast nie. Schon morgens um 6
Uhr bolzten wir mit dem Ball durch die Halle.
Vielleicht hätten wir uns mehr ausruhen sollen.
Jedenfalls sind wir nach toller Vorrunde bei dem
Turnier nur Vierter geworden. Es gab die ersten
Tränen, weil wir zweimal im Neunmeter-Schießen
verloren haben. Trotzdem, es war toll.
Ein Jahr später
waren wir dann wieder unterwegs. Diesmal war
Papenburg im Emsland das Ziel des Ausflugs. Wir
wohnten zum ersten Mal in einer Jugend-Herberge.
Abends haben wir gegrillt, später auf den Zimmern
mit unseren damaligen Co-Trainern Jan Lübkert und
Lenni Nolle (die waren schön locker!) Quatsch
gemacht. Cool! Das Turnier am nächsten Tag ist in
einem Unwetter abgesoffen.
Insgesamt vier
Jahre waren Olaf Lübkert, Jan und Lenni unsere
Trainer. Vielen Dank für die schöne Zeit. Was Olaf
von uns wollte, haben wir nie vergessen: „Spielt
Fußball“!
In der E-Jugend
bekamen wir neue Trainer: Andjelko Ivanko, Kai-Uwe
Hesse und ein Jahr später noch Soeren Riedmann. Wir
haben uns zu richtigen Titel-Sammlern entwickelt.
Wir wurden in den beiden Jahren immer Staffelmeister
(insgesamt 4x in Serie), holten zwei Mal den
Hamburger Hallenpokal. Im Sommer 2008 hatten wir ein
wenig Pech, sonst hätten wir ganz groß abräumen
können. Zunächst scheiterten wir im Pokal-Halbfinale
gegen Berne im Neun-Meterschießen, kurz danach
verloren wir das Endspiel um die Hamburger
Meisterschaft in der Verlängerung gegen unseren
Dauer-Rivalen SV Lieth mit 2:3. Schade!
Wir haben bei
großen Turnieren in Deutschland (2x Raddatz
Immobilien Cup) und Dänemark (Aalborg City Cup,
Tonder Hydro Cup, Dana Cup) gegen internationale
Top-Gegner (wie Inter Mailand) gespielt und tolle
Ergebnisse erzielt. Da waren wir richtig stolz.
Einzelheiten könnt ihr in der Rubrik „Highlights“
nachlesen.
Im Sommer
2008 war die Zeit auf dem Kleinfeld vorbei. Seitdem
kicken wir auf dem großen Platz. In der ersten
Großfeld-Saison spielten wir in der höchsten
Hamburger Staffel, der Bezirksliga, gegen
96er-Teams. Wir hielten prima mit, verloren von
zwölf Meisterschaftsspielen nur zwei - und die nur
mit einem Tor Unterschied. Unseren Ruf haben wir
übrigens bestätigt. Und das gleich in doppeltem
Sinn. Zum einen holten wir in der dritten
Hallen-Saison in Serie einen Titel, wurde Hamburger
Hallenmeister 2009. Im Juli 2009 zeigten wir, dass
wir echte Dänemark-Spezialisten sind: Wir gewannen
den CupDenmark in Ishoj (bei Kopenhagen), unser
dritter Turnier-Sieg in Dänemark (nach Aalborg 2006
und Tonder 2007).
Wir wurden
älter, die Ziele wurden größer und konkreter. Als
wir in die Saison 2009/10 starteten, war klar: Wir
wollen aufsteigen, uns mindestens für die
C-Jugend-Landesliga qualifizieren. Wir meisterten
die Sache ohne größere Probleme, schafften sogar den
Sprung in die Verbandsliga, die höchste Spielklasse
des Jahrgangs 1996. Da ließ es sich verschmerzen,
dass wir erstmals ohne Titel blieben. In der Halle
wurden wir Vize-Pokalsieger, auf dem Feld endeten
unsere Träume zwei Mal im Neun-Meter-Schießen: Im
Pokal im Halbfinale gegen TuS Berne, in der
Meisterschaft im Viertelfinale gegen den späteren
Titelträger SV Lieth. Kurios: Obwohl wir in der
ganzen Feld-Saison nur eine Partie in der regulären
Spielzeit verloren hatten (gegen FC St. Pauli), ging
die Runde ohne Trophäe zu Ende. Immerhin hielt eine
stolze Serie: In unseren beiden D-Jugend-Jahren
blieben wir in acht Pflichtspielen (Meisterschaft,
Pokal, Halle) gegen den Hamburger SV ungeschlagen,
holten dabei fünf Siege und drei Unentschieden.
Nachdem wir im
Juli 2010 als Dritter vom Gothia Cup aus Schweden
(siehe „Highlights“) zurückgekehrt waren, verließ
uns mit Bennet Brügge (FC St. Pauli) einer unserer
Leistungsträger, um beim Profi-Nachwuchs sein Glück
zu versuchen. Wie schon zwei Jahre zuvor Leon
Deichmann, der zum Hamburger SV gewechselt war.
Ob uns das so
schnell noch mal jemand nachmacht? In die Spielzeit
2010/11 gingen wir mit einer großen Portion
Ungewissheit: Können wir uns in dem Umfeld
behaupten? Als jüngerer Jahrgang traten in wir in
der C-Jugend Verbandsliga, Hamburgs höchster
Spielklasse des Jahrgangs 1996, an. Die Zweifel
haben wir schnell bei Seite gewischt. Wir spielten
eine tolle Serie. Über die komplette Spielzeit
setzten wir uns in der Liga (14 Mannschaften) im
oberen Drittel fest, wurden am Ende Vierter.
Lediglich ein Punkt hinter Rang zwei. Unsere Bilanz
aus 26 Meisterschaftsspielen: 17 Siege, drei
Unentschieden sowie sechs Niederlagen. Mit 54
Punkten waren wir gemeinsam mit dem FC St. Pauli
Hamburgs bestes 97er-Team. Übrigens elf Punkte vor
dem Hamburger SV. Schade allerdings, dass im elften
Duell unsere Super-Serie gegen den HSV riss.
Erstmals nach über drei Jahren kassierten wir gegen
den Nachwuchs des Bundesligisten (zuvor sieben
Siegen und drei Unentschieden) wieder eine
Pflichtspiel-Niederlage.
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